Erster Energiebericht der Gemeinde Weissach wurde vorgestellt

In der Sitzung des Technischen Ausschusses am 22.02.2021 wurde den Mitgliedern der erste Energiebericht der Gemeinde von 2018-2020 vorgestellt.

Zu allererst ein sehr großes Lob an Herrn Bürkle von der Verwaltung und Herrn Karczag, unseren neuen Klimamanager, für diesen ersten Energiebericht. Wir wissen um den Aufwand und die Arbeit, die hinter dem Werk steckt, und sind uns sicher, es wird sich für uns alle lohnen.

Worum geht es darin? Was sind die Erkenntnisse daraus?

Es geht darum, dass Klimaschutz eine unabdingbare Voraussetzung für die Einhaltung der Klimaschutzziele ist und somit für eine nachhaltige Entwicklung. Gerade auch die Kommunen sind mehr denn je gefordert, zum Erreichen der Klimaschutzziele beizutragen.

Mit diesem Energiebericht schaffen wir eine wichtige Grundlage für unser zukünftiges Handeln für die gemeindeeigenen Liegenschaften, wenn auch die bisherige interne Datenlage der Vergangenheit noch einige Schwächen aufzeigt, aber insgesamt doch deutliche Defizite sichtbar werden.

Fakt ist, unsere Liegenschaften sind energetisch schlechter als der Durchschnitt im Jahr 2005.

Unser Klimamanager zeigte in seiner Präsentation die wesentlichen Bereiche des Energieverbrauches unserer Liegenschaften. Das sind Strom, Wärme, Wasser und der Fuhrpark. Unsere gesamten Energiekosten 2020 betragen rd. 1,2 Mio. Euro. Davon entfallen rd. 56% der Kosten auf Strom, 25% auf Wasser, 17% auf Wärme und 2% auf den Fuhrpark.

Diese werden bis 2025 auf 1,4 Mio Euro ansteigen. Wenn wir die vorhandenen Einsparpotentiale ausschöpfen, können wir die Energiekosten auf 1,1 Mio Euro senken.

Die Einsparung der CO2 Emissionen läge dabei bei rd. 2.800t.

Wichtig für die mögliche Einsparung ist dabei auch, dass wir beim Bezug von Strom auf 100% Ökostrom umstellen. Einen Teil des Stromverbrauches erfolgt bereits seit 2020 aus Ökostrom. Das ist gut so!

Was sehr negativ auffällt, dass die Verbrauchsdaten bei vielen Liegenschaften in unserer Gemeinde deutlich über den relativen Werten liegen, was in der Summe hohe laufende Kosten verursacht.

Es wird auch sehr deutlich, dass erhebliche Mehrkosten ca. 32.000 Euro p.a. durch die Co2 Steuer auf uns zukommen, wenn wir nichts tun. Hinzu kommen Mehrkosten aus Preissteigerungen aus Verbräuchen und damit eine weitere Erhöhung laufenden Kosten.

Wir werden also doppelt bestraft, wenn wir nichts tun!

Ziel muss deshalb ein aktives Energiemanagement sein, denn der Bericht zeigt ein enormes Verbesserungspotential in nahezu allen Bereichen.

Deutlich wird auch, welcher Umfang und welche Komplexität hinter dem Thema stecken, die eine ganzheitliche Betrachtung dringend notwendig machen. Die Maßnahmen erfordern eine genaue Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, mögliche Energieeinsparungen müssen berechnet und die Umsetzung gut geplant werden.

Wir sind deshalb froh und halten es für sehr wichtig, dass wir dafür nun den Klimaschutzmanager haben, der die Sachen professionell für uns angeht. Also, wir sind absolut auf dem richtigen Weg! Wichtig ist nun, was wir daraus machen und dass wir erkennen, es gibt Einiges zu tun.

Den für 2021 und 2022 geplanten Maßnahmenvorschlägen können wir allen folgen. Für einen ganz wichtigen Punkt halten wir die Nutzersensibilisierung, sozusagen als Daueraufgabe für unseren Klimamanager, insbesondere auch der Hausmeister, die Vieles vor Ort mit bewirken können.

Für uns wird damit klar: Wir müssen jetzt dringend loslegen!

Die Grüne Gemeinderatsfraktion

Petra Herter, Pierre Michael, Barbara Fauth und Christina Wiggenhauser

PS: Den ausführlichen Energiebericht zum Nachlesen findet Ihr hier.

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